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Schaffhauser Triathlon (12. August 2017)

Posted by Rüfi

 

Schaffhauser Triathlon (12. August 2017)

 

Oder: warum zwei Ostschweizer die Clubmeisterschaft schwänzten 🙂

Bericht von Daniela Schnider

 

Für mich ist es mittlerweile eine Tradition, für Jacqueline mehr ein Heimspiel, beim Schaffhauser Triathlon zu starten. Knapp über der Grenze im deutschen Büsingen findet alljährlich der kleine, aber feine Wettkampf statt. Mit 1‘102 Teilnehmern hätte es dieses Jahr, bei der 34. Austragung, fast für einen Rekord gereicht (2012 waren es 1‘124). Dafür dass es knapp nicht reichte, war vermutlich das doch eher bescheidene Wetter verantwortlich zu machen.

Jacqueline und ich starten normalerweise auf der Kurzdistanzstrecke (2,1/31,6/7,5). Doch dieses Jahr wollten wir uns zum ersten Mal auf die Langstrecke wagen (5,1/59,6/14,9).

Bei 20,4 Grad Wassertemperatur und einer tollen Strömung war das Schwimmen im Rhein für mich das Highlight des Wettkampfes. Endlich einmal musste ich nicht zu Gunsten eines faustfreien Gesichtsfeldes, dafür auf Kosten der Strömung, dauernd die Schwimmposition ändern. Herrlich! Auf dem Rad war es dann für meinen Geschmack deutlich zu frisch. Aufgrund der noch nassen Strassenverhältnisse liessen sich die schönen, zum Teil technisch nicht ganz leichten Abfahrten deutlich weniger geniessen und Vorsicht war geboten. Dank einer frischen Bise trocknete zwar die Strasse bis zur zweiten Runde, der Nacken und die Hände wurden aber zunehmend verkrampfter. Jacqueline, in der Vorbereitung auf die Tortour mit allen Wetterlagen und Wassermengen gewaschen, konnte das alles gar nichts anhaben. Sie fuhr in der Hälfte der Strecke auf eine Gruppe auf und konnte vom erlaubten Windschatten fahren enorm profitieren. Zusammen mit einem anderen Mitstreiter konnte sie sich sogar noch lösen und einmal mehr einen bombastischen Radsplit vorlegen (zweitschnellste Frau overall bei der Langdistanz). Ihr Statement: „S’het vo miär us ruhig no chli länger chöne go ufem Velo.“ Ähhh, da muss ich wohl neben den Radkilometern auch noch etwas an meiner Kältetoleranz arbeiten…

Das Laufen auf Feld- und Waldwegen war, nachdem die Eisklumpen, auch genannt Zehen, mal aufgetaut waren, sehr angenehm. Dank eines Wendepunktes bei Mitte der ersten Runde (zwei waren zu absolvieren) konnte man die Gegner oder schnelleren Clubkolleginnen auch mal von vorne böse anschauen, bzw. nett anfeuern…;-)

Als Erinnerung durfte man nebst einem Finishershirt auch noch ein Rad und/oder Auto voll Dreck und Stroh mit nach Hause nehmen. Der Parkplatz befand sich direkt neben der Wechselzone, aber auch direkt auf einem matschigen, pflutschigen Stoppelfeld.

Alles in allem ein toller Anlass, wo bei den Teamwettkämpfern sogar Chörblivelos im Einsatz sind und das Wort Klickpedale noch fragende Gesichter hervorruft. Back to the roots sozusagen.

Wer Lust hat, mal in Schaffhausen zu starten-ich werde ziemlich sicher nächstes Jahr wieder dabei sein. Irgendwie hab ich das dem OK-Präsi versprochen, weil der meinen verlorenen Neopren wieder gefunden hat. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…

 

 

 

 

 

 

  

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